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Acht Tennistrainer ließen sich auf der Tennis-RANCH zum Rolli-Trainer ausbilden! Waltrop-Elmenhorst. (chk) Die Trainer-Fortbildung des Deutschen Rollstuhl-Tennis-Verbandes e.V. im westfälischen Waltrop-Elmenhorst war ein voller Erfolg. Acht Trainer kamen und ließen sich von den beiden Bundestrainern Christoph Müller (Damen/Krefeld) und Christoph Kellermann (Waltrop-Elmenhorst/Herren) in Sachen Rolli-Tennis ausbilden. Nach einem ausführlichen theoretischen Teil, der unter anderem detaillierte Informationen zur Rollstuhl-Tennis-Geschichte, den Behinderungen und Bewegungseinschränkungen bis hin zur Ethik im Umgang mit Rollstuhlfahrern und Behinderten beinhaltete, stürmten die Coaches die beiden Sandplätze auf der Elmenhorster Tennis-RANCH.
Der Rollstuhl als drittes Sportgerät...
„Ich hätte nicht gedacht, dass der Umgang mit dem Stuhl eine solche Übung erfordert“, staunte A-Lizenztrainer Bodo Richter (TV Tennis-Oase Lünen) nicht schlecht, als er die ersten Fahrübungen im Rollstuhl absolviert hatte. Auch sein Kollege Christian Schaeffer (ebenfalls Tennis-Oase) zollte den Rollstuhlfahrern spontan jede Menge Respekt. „Sensationell, wie schwer es für uns Fußgänger ist, den Rollstuhl als drittes Sportgerät hinzuzunehmen“, so Schaeffer, der Rollstuhl-Tennis nun gemeinsam mit Bodo Richter in das Angebot der Tennisschule aufnehmen möchte.
"Eine unheimlich wertvolle Erfahrung..."
Auch Sarah Schemmann (Spielerin beim TV Altlünen und Trainerin bei Blau-Weiß Werne) war vom Rollstuhl-Tennis begeistert: „Das war eine unheimlich wertvolle Erfahrung, so viele Informationen zum Thema Rolli-Tennis zu erhalten und eigene intensive Erfahrungen im Umgang mit dem Stuhl zu sammeln!“ Auch Ex-Profi Tim Richter, heute in Diensten des Dortmunder Tennisklub Rot-Weiß 98, hat den Tag auf der RANCH nicht bereut: "Ich werde Rollstuhl-Tennis definitiv in die Aktivitäten meiner Tennisschule einfließen lassen! Das hat mich schwer beeindruckt! Vor allem die Erfahrungswerte der beiden Bundestrainer fand ich enorm! Ich freue mich auf die Kooperation!"
Im Praxisteil in Gruppen zum Ziel...
Die acht Trainer erarbeiteten gleich am ersten Tag in Gruppenarbeit eigenständig Übungen mit und für Rollis. Für die erfolgreiche Teilnahme an diesem Tagesseminar nahmen sie die Zertifikate aus den Händen der Bundestrainer entgegen, die sie fortan als offizielle DRT-Trainer in ihren Clubs und Tennisschulen arbeiten lassen. Christoph Kellermann zeigte sich von der Motivation der Kollegen, sich im Behindertensport zu engagieren, begeistert: „Klasse, wie schnell wir im nationalen Verband beim Bemühen, Rollstuhl-Tennis populär zu machen, voran kommen! Mit Daniel Inhester kam einer der Trainer sogar aus dem fern gelegenen Wittenberge angereist! Gut angekommen war auch unsere Neuerung, mit Jonas Kowalski (Geldern) und Nick Nobbe (Lünen) zwei Nachwuchsspieler in den Lehrgang zu integrieren. Die angehenden DRT-Trainer hatten somit direkt den Kontakt zu Rolli-Schülern, realistischer konnte der Erstkontakt nicht sein. Auch die nächste Fortbildungs-Veranstaltung am 18.11. in Essen ist schon fast ausgebucht!“ Die Lüner Trainer wollen Rollstuhl-Tennis an ihren jeweiligen Standorten nun offensiv bewerben und freuen sich über ihre erworbene neue Qualifikation.
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