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Traumhafter Lehrgang: Deutscher Rollstuhl-Tennis-Verband e.V. zum Jahresausklang mit den Profis Björn Phau und Lars Uebel...

Essen. Es war der letzte Leistungslehrgang des Deutschen Rollstuhl-Tennis-Verbandes e.V. (DRT) im Jahr 2006 und es war ein Lehrgang voller Premieren. Zunächst einmal besetzte die Präsidentin des Deutschen Rollstuhl-Tennis-Verbandes, Regina Isecke, die Trainerpositionen neu. Erstmalig hatte Christoph Müller aus Krefeld die Lehrgangsleitung übernommen und eines vorweg: Müller löste seine Aufgabe als Lehrgangsleiter perfekt. Als Co-Trainer kam erstmals Christoph Kellermann (Selm-Cappenberg) zum Einsatz, auch dies war eine Premiere. Beide Trainer wussten mit einem sehr abwechslungsreichen Zwei-Tages-Konzept zu überzeugen und sorgten bei den Lehrgangsteilnehmern Nora Sommerfeld, Linda Wagemann, Silke Wildmann, Ariane Cless, Gaby Hartwig und Jonas Kowalski mit zahlreichen innovative Ideen für ein interessantes Lehrgangsangebot.



Sorgten für ungeheure Motivation bei den Lehrgangsteilnehmern: Björn Phau, DRT-Präsidentin Regina Isecke und Lars Uebel...

DRT nahm erstmals das DTB-Tennissportabzeichen ab...

Ebenfalls zum ersten Mal wurde im Rahmen einer Rollstuhl-Tennis-Aktion das Tennis-Sportabzeichen des Deutschen Tennis Bundes abgenommen, mit viel Geschick meisterten die Rollis auch diese neun Aufgaben unter Wettkampfstress. Gekrönt wurde die Veranstaltung durch die Anwesenheit der Tennisprofis Björn Phau und Lars Uebel, um die sich die beiden neuen DRT-Coaches im Vorfeld der Veranstaltung bemüht hatten. "Unser Gedanke war, die Rollis durch die Anwesenheit von prominenten Tennisprofis weiter in in ihrem Bemühen zu bestärken, konzentriert und beharrlich an sich zu arbeiten", so Christoph Müller. Knapp vier Stunden nahmen sich die beiden Tennisprofis Zeit, um mit den deutschen Rollstuhl-Tennis-Athleten zunächst einmal einen Erfahrungsaustasch vorzunehmen, um dann mit ihnen zu spielen.



Entwickelte schnell seinen eigenen Fahrstil: Björn Phau...

Aktives Miteinander von Fußgängern und Rollis...

Selbstverständlich ließen sie es sich nicht nehmen, sich mit den DRT-Lehrgangsteilnehmern warm zu schlagen und mit ihnen zu doppeln. Auch so etwas hat es in der Geschichte des DRT bislang noch nicht gegeben. Abschließend wollte die aktuelle Nummer 61 der Welt, Björn Phau, selbst ausreichend Erfahrung sammeln und das Tennisspiel aus einer etwas anderen Perspektive heraus betrachten. "Mein Respekt gegenüber den Rollstuhl-Fahrern war ja vor diesem Lehrgang schon sehr groß, aber selber den Stuhl steuern zu müssen, gleichzeitig Ball und Schläger unter Kontrolle zu behalten, das alles ist viel schwieriger als ich gedacht hatte", staunte der Agassi-Bezwinger des Jahres 2006 nicht schlecht. Immer wieder brachte ihn Tour-Kollege Lars Uebel mit gezielten Schlägen Richtung Körper in Bedrängnis. "Das Spiel im Stuhl erfordert ein sehr hohes Maß an Koordination, Übung und ausgereifter Fahrtechnik", so Regina Isecke, selbst früher Weltklassespielerin mit einem exzellenten weltweiten Top-Ranking und zahllosen Titeln.



Sorgten für ungeheure Motivation bei den Lehrgangsteilnehmern: Björn Phau, DRT-Präsidentin Regina Isecke und Lars Uebel...

"So bin ich windschnittiger..."

Schnell entwickelte Phau seinen eigenen Fahrstil. Auf die Frage Christoph Kellermanns, weshalb er sich derart stark nach vorne beuge, antworte der Weltklassemann aus Weilerswist: "Dann bin ich windschnittiger!" Nicht nur diese Szene sorgte bei allen Beteiligten für eine ausgelassene Stimmung und angenehm lockere Atmosphäre. Zwei Tage lang schafften es die Coaches, sechs Rollstuhlfahrer völlig unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Spielstärken ausgestattet zu einem echten Team zusammenzuschweißen. Am Lehrgangsende konnte Christoph Kellermann dann alle Teilnehmer zum bronzenen bzw. silbernen Sportabzeichen gratulieren. Mit einem gemeinsamen Mittagessen, an dem auch die prominenten Gäste Björn Phau, Lars Uebel und deren Trainer Klaus Langenbach teilnahmen, klang der letzte Leistungslehrgang in gemütlicher Atmosphäre aus.



Prägten eine rundum gelungene Veranstaltung in Essen: V.l. Tour-Coach Klaus Langenbach, Tennisprofi Björn Phau, DRT-Trainer Christoph Müller, Tennisprofi Lars Uebel und DRT-Trainer Christoph Kellermann

Peking schon im Blickfeld...

Regina Isecke, aufmerksame Begleiterin an beiden Lehrgangstagen: "Ich kann nur hoffen, dass diese beiden neuen DRT-Trainer uns lange erhalten bleiben und sich wie geplant künftig um die Belange unserer Damen-Nationalmannschaft und die damit zusammenhängenden Leistungslehrgänge kümmern. Vor allem im Bezug auf die Paralympics im Jahr 2008 in Peking! Beide haben nicht nur den Vornamen gemeinsam, sie überzeugen auch beide durch ihr souveränes Auftreten auf und abseits des Courts. Auf diesen Lehrgang dürfen wir zu Recht stolz sein!"


Große Geste von Deutschlands Nummer Eins, Katharina Krüger...

Essen. Was für eine großartige Geste von Deutschlands derzeit bester Tennisspielerin, Katharina Krüger. Als die Berlinerin die kleine 6-jährige Lotta Pappert aus Lünen bei den ARAG German Open in Essen vor einigen Wochen kennenlernte, versprach sie, ihren ersten Sportrollstuhl spontan zur Verfügung zu stellen. Dieses Versprechen hat sie nun am Rande des Leistungs-Lehrgangs eingelöst.



Stolz wie Oskar war die kleine Lotta Pappert, die von ihrem Idol Katharina Krüger einen Sportrollstuhl geschenkt bekam...

"Wir wissen, wie schwierig es ist, den Rollstuhl-Tennissport besonders in den Anfängen zu finanzieren", so Petra Krüger, Mutter der Weltranglisten-19., die Lottas Vater Eckhard detaillierte Tipps und Informationen an die Hand gab. "Wir sind sehr glücklich, dass die Übergabe des Stuhls so schnell geklappt hat", so Eckard Pappert. "Wir werden den Stuhl nun entsprechend für Lotta anpassen lassen.


DRT-Veranstaltungskalender 2008

28.03.08-30.03.08   Bavarian Indoor Open (Nürnberg)
15.05.08-18.05.08   Bavarian DRT Open-ITF3 (Nürnberg)
23.05.08-25.05.08   Nationale Meisterschaften (Düsseldorf)
23.05.08-23.05.08   DRT-Verbandstag (Düsseldorf)
09.06.08-15.06.08   World Team Cup (Cremona, Italien)
10.08.08-10.08.08   Rollstuhl-Tennis-Show Schwerte
06.09.08-17.09.08   Paralympics (Peking)
25.09.08-28.09.08   ARAG German Open (Essen)

Leistungs- und Nachwuchslehrgänge

28.03.08-30.03.08   Nachwuchslehrgang (Nürnberg)
15.05.08-18.05.08   Leistungslehrgang Da/He (Nürnberg)
23.05.08-25.05.08   Leistungslehrgang Da/He (Düsseldorf)
18.07.08-20.07.08   Leistungslehrgang Da/He (Tambach-Dietharz)
18.07.08-20.07.08   Nachwuchslehrgang (Tambach-Dietharz)
15.08.08-17.08.08   Leistungslehrgang Da/He (Essen)
12.12.08-14.12.08   Nachwuchslehrgang (Essen)


Alle nationalen Rollstuhl-Tennistrainer:

Waltrop-Elmenhorst. Wer interessiert ist, in das Thema Rollstuhl-Tennis hinein zu schnuppern, der sollte auch einen Ansprechpartner in seiner Nähe finden. das ist das Ziel des Deutschen Rollstuhl-Tennis-Verbandes e.V. (DRT). "Aus diesem Grunde haben wir folgende Liste zusammen gestellt", so Edwin Kornel (DRT-Präsident). Trainer, die sich im Rollstuhl-Tennis engagieren - hier aber noch nicht gelistet sind, mögen sich bitte unter info@tennisredaktion.de melden.




Christoph Müller (HTC Blau-Weiß Krefeld)
Anschrift: Kempener Straße 27, 47839 Krefeld
E-Mail: muelleremail@freenet.de
Telefon: 0173/5455446



Christoph Kellermann (Waltrop-Elmenhorst)
Anschrift: Brambauer Straße 167a, 45731 Waltrop-Elmenhorst
E-Mail: info@break4.de
Telefon: 0170/3448956



Tim Richter (Gevelsberg)
Anschrift: Am Schilken 54, 58285 Gevelsberg
E-Mail: info@timrichter.com
Telefon: 02332/757850



Ariane Dohmann (Dortmund)
Anschrift: Am Knappenberg 123, 44139 Dortmund
E-Mail: arianedohmann@googlemail.com
Telefon: 0172/9758087



Matthias Rambow (Münster)
Anschrift: Jessingstr. 8, 48149 Münster
E-Mail: Matthias_Rambow@gmx.de
Telefon: 0176/20771499



Daniel Inhester (Oer-Erkenschwick)
Westfalenring 8, 45739 Oer-Erkenschwick
E-Mail: DanielInhester@aol.com
Telefon: 0172/5606858



David Jaehner (BSC Eintracht Südring - Tennis)
Anschrift: Flutstr. 1, 12439 Berlin
E-Mail: D.J.-Tennis@gmx.de
Telefon: 0163/3990850



Kevin Kühne (TSV Empor Dahme e.V.)
Anschrift: Dorfstraße 7, 15936 Dahme
E-Mail: Kevin_Kuehne@web.de
Telefon: 0172/5949937



Axel Ritter (Berliner Schlittschuh-Club)
Anschrift: Glockenturmstraße 21, 14053 Berlin
E-Mail: Keine Angabe
Telefon: 0163/6663888



Karsten Weigelt (Zehlendorfer Wespen)
Anschrift: Keine Angabe
E-Mail: coach-k@kaweisports.net
Telefon: 0172/3274374



Gunhild Deinhard (TC-SV Esterwegen)
Anschrift: Auf der Deverweide 9, 26871 Papenburg
E-Mail: gundhild.deinhard@t-online.de
Telefon: 04961/5238



Jan Feiter (RTC Mittelrhein)
Anschrift: Chlodwigstr. 37; 41812 Erkelenz
E-Mail: janfeiter@yahoo.de
Telefon: 02161/809960



Dirk Feser (Schleswig-Holstein)
Anschrift: Harmsstraße 33, 24114 Kiel
E-Mail: dirk.feser@t-online.de
Telefon: 0431/5789866



Jochen Werner (Fürth)
Anschrift: Keine Angabe
E-Mail: werner.jochen@web.de
Telefon: 0171/6402855



Florian Schlegel (TC Bad Wildbad)
Alte-Steige 33, 75323 Bad Wildbad
E-Mail: rolliabt@quellenhof.de
Telefon: 07081/173327



David Müller (TC Rot-Gold Bad Münstereifel)
Anschrift: Hammerbergweg 10, 53982 Bad Münstereifel
E-Mail: davidjohannes@gmx.de
Telefon: 0177/2754569



Rambod Pourziai (TC Emschertal)
Anschrift: Karl-Schwarz Str.2, 44225 Dortmund
E-Mail: rambo77@web.de
Telefon: 0179/2308288



Jan Jung (TuS Ickern)
Anschrift: Gysenbergstraße 77c, 44627 Herne
E-Mail: jan.jung@arcor.de
Telefon: 0179/6625001



Johannes Meyer (Blau-Gold Lüdinghausen)
Anschrift: Kranichholz 3, 59348 Lüdinghausen
E-Mail: Joh_meyer@web.de
Telefon: 02591/6748



Bodo Richter (Bergkamen)
Anschrift: Walter-Poller-Str. 17,. 59192 Bergkamen
E-Mail: info@patennis.de
Telefon: 0178/7844558



Christian Schaeffer (Lünen)
Anschrift: Münsterstr. 37, 44534 Lünen
E-Mail: schaeffer.christian@gmx.de
Telefon: 02306/758845



Heike Völker (Göttingen)
Anschrift: Erbacher Straße 44, 64739 Höchst i.O.
E-Mail: hvoelker@gmx.de
Telefon: 0179/7641507



Sarah Schemmann (Werne)
Anschrift: Schottlandstr. 22, 59368 Werne
E-Mail: sschemmann@web.de
Telefon: 02389/526500



Marc Brenzel (Lüdenscheider TV v. 1861)
Anschrift: Honseler Str. 74, 58511 Lüdenscheid
E-Mail: rolli-tennis@tennispage.de
Telefon: 0160/7209693


Durchbruch: 6-jährige Lünerin Lotta Pappert jüngste Rollstuhl-Tennisspielerin im Deutschen Rollstuhl-Tennis-Verband…

Selm-Cappenberg. „Ich habe den Job des Tennistrainers viele, viele Jahre ausgeübt, jede Menge Stunden auf dem roten Aschenrechteck mit unzähligen Schülern verbracht", so der Tennislehrer, "doch noch nie habe ich mich am Ende einer Trainingsstunde so gut gefühlt, wie nach einer Übung mit der kleinen Lotta..." Die Rede ist von Lotta Pappert, einem sechsjährigen Mädchen aus Lünen.

Im Grunde genommen ist an der Sache selbst nichts Besonderes zu entdecken. Viele sechsjährige Kinder treiben Sport, spielen Tennis, toben sich in ihrer Freizeit aus, bekommen Tennisunterricht. Bei der kleinen Lotta aber verhält sich das ein wenig anders. Lotta sitzt im Rollstuhl, ist von Geburt an gelähmt. Lotta kann nicht laufen, dennoch hegt sie seit geraumer Zeit einen großen Wunsch: Lotta will Tennis spielen. Wie ihr Bruder Tim, wie auch ihre Eltern, die allesamt beim Lüner SV >in der Geist< aktiv sind. Lange Zeit stand Lotta am Zaun, musste zusehen, wie ihre Familie mit schöner Regelmäßigkeit der kleinen gelben Filzkugel hinterher jagt. Ihren Traum, sich selber einmal auf einem richtigen Tennis-Court bewegen zu dürfen, bekam Lotta vor wenigen Wochen endlich erfüllt.

Mit Christoph Kellermann nahm sich ein heimischer Tennistrainer ihrer an und testete seine frisch erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten, die er im Rahmen einer Trainerausbildung zum Thema Rollstuhl-Tennis kürzlich in Essen erlangen konnte, aus. „Ich war vor meiner ersten Rollstuhl-Tennis-Stunde schon etwas nervös“, gab der erfahrene Trainer zu, „aber die Chemie zwischen Lotta und mir stimmte auf Anhieb, wir schlossen sofort Freundschaft!“ Ganz unvorbelastet ging Kellermann dieses schwierige Unterfangen aber nicht an. Seit gut zwei Jahren engagiert er sich mit seiner gleichnamigen Werbe-, Internet- und Presse-Agentur ehrenamtlich für den Deutschen Rollstuhl-Tennis-Verband e.V. (DRT). Hier zeichnet er sich für sämtliche Pressearbeiten sowie für den Aufbau und die redaktioneller Pflege der offiziellen Verbands-Homepage verantwortlich.



Zwei, die sich gefunden haben: Tennistrainer Christoph
Kellermann und die 6-Jährige Lotta Pappert...

In den vergangennen Jahren hat Christoph Kellermann viele, viele Matches bei Rollstuhl-Tennismeisterschaften verfolgen können, nahezu alle deutschen Rollstuhl-Tennis-Aktiven persönlich kennen und schätzen gelernt und eben auch die Trainerausbildung in Essen mitgemacht. „Bei der Arbeit mit den Rollstuhltennisspielern stellen sich Demut und Dankbarkeit ein“, berichtet Kellermann, dessen Kontakt zum DRT über Regina Isecke zustande kam. „Regina steht auf meinem Internetportal Tennisredaktion.de seit einigen Jahren allen Usern kostenlos als Expertin für Rollstuhl-Tennisfragen zur Verfügung. Mit meinem Engagement für den Verband versuche ich mich selbstverständlich auch ein stückweit zu revanchieren“, so Kellermann weiter.

Regina Isecke ist Präsidentin des Deutschen Rollstuhl-Tennis-Verbandes, selbst seit ihrem 18. Lebensjahr auf Grund eines Verkehrsunfalls gelähmt, und eine der erfolgreichsten Behindertensportler überhaupt: Zwei Europameistertitel, fünf Weltmeistertitel, Olympisches Gold und Bronze sowie unzählige nationale und Verbandsmeisterschaften gingen in den letzten Jahrzehnten auf das Konto der Pulheimerin. Ansporn genug also für die kleine Lotta, ihr Schicksal ebenfalls zu meistern. Unterdessen kam es in Essen im Rahmen der mit 7.500 Euro dotierten ARAG German Open zum ersten Treffen zwischen diesen beiden Generationen, die eines vereint: der Rollstuhl. Regina Isecke: „Ich bin von Lotta begeistert! Ihre frische und unbefangene Art wirkt ansteckend!“ Sprach`s und zeigte ihrem jüngsten Mitglied im Deutschen Rollstuhl-Tennis-Verband einige Kniffe und Tricks.

Tennistraining hilf Lotta auch im Alltag weiter…

„Viele Tennisspieler und Vereine haben vom Rollstuhl-Tennis noch nie etwas gehört, können sich nur schwer bis gar nichts darunter vorstellen“, weiß Regina Isecke zu berichten. Das ist schade, denn die Rollies, wie sie sich selber nennen, können auf dem Court im Prinzip alles genauso wie die Fußgänger, nur dass zu den zwei herkömmlichen Sportgeräten (Ball und Schläger) noch ein drittes hinzukommt: der Rollstuhl. Das alles zu koordinieren bedarf jeder Menge Übung und vor allem ein gewisses Maß an Willen und Selbstdisziplin. Lotta ist bereit, dies mitzubringen, geht mit ihrem Trainer unterdessen in ihre fünfte Trainingseinheit. Am Anfang stand für die 6-Jährige jede Menge Fahrtraining auf dem Programm, begleitet von Koordinations- Reaktions- und Ballgewöhnungsübungen. Unterdessen werden aber auch schon die ersten Bälle geschlagen. „Das mag ich am meisten“, sprudelt es aus der kleinen Lotta heraus, „aber auch das Fahrtraining – vor allem die Slaloms – machen Spaß.“ Die Eltern merken, dass Lotta den frischen Wind und die Motivation auch mit in den Alltag übernimmt. „Lotta bewegt sich im Alltag plötzlich deutlich mehr und hat Spaß am Fahren bekommen“, weiß Mutter Andrea zu berichten. „Das wird ihr helfen, schneller kräftiger und selbständiger zu werden.“

Lokale Vereine müssen sich dem Rollstuhl-Tennis öffnen…

Mit diesen tollen Erfolgen der ersten Trainingseinheiten will man sich aber nicht zufrieden geben. Es sollen möglichst schnell weitere Rollstuhl-Kinder begeistert werden und sich Lottas erfolgreichem Einstieg in den Tennissport anzuschließen „Ziel ist es, eine oder mehrere Rollstuhl-Tennis-Gruppen aufzubauen, denn in der Gemeinschaft macht das Training selbstverständlich noch mehr Spaß, außerdem bieten sich dem Coach in der Gruppe wesentlich mehr Übungs-Möglichkeiten. Auch die Präsidentin des DRT denkt schon wieder ein wenig um die Ecke: „Vielleicht können wir hier in Lünen und Umgebung das erste DRT-Trainingszentrum für Kinder und Jugendliche errichten!“ Um die Lage zu sondieren und vor allem um ihre geballte Erfahrung in ein mögliches größer angelegtes Konzept einfließen zu lassen, wird Regina Isecke in Kürze der Stadt Lünen einen Besuch abstatten. Hierzu ist es natürlich notwendig, dass sich a) die Vereine dem Rollstuhl-Tennis öffnen und dass sich b) ausreichend Rollstuhl-Kinder für dieses Projekt interessieren. „Ich werde schon bald einen kostenlosen Schnupperkurs für junge tennisinteressierte Rollstuhlfahrer anbieten und bin mir sicher, dass wir langfristig einen entsprechenden Erfolg verbuchen werden“, so Kellermann, damit wie Lotta schon bald noch mehr Kinder am Ende einer Tennisstunde sagen können: „Das war der schönste Tag in meinem Leben…“ Die Unterstützung des Nationalen Verbandes ist ihm hierbei gewiss. Auch die ehemalige Weltranglisten-Dritte Regina Isecke wird diesem Schnuppertag dann beiwohnen und sämtliche Fragen der Eltern und Kinder beantworten sowie jede Menge Tipps geben können. Für Informationen jeder Art steht Christoph Kellermann aber schon heute telefonisch unter 02306/741859 oder per E-Mail unter info@tennisredaktion.de zur Verfügung.

Hilfe von Deutschlands Nummer eins...

Am Rande der ARAG German Open nahmen auch Deutschlands Nummer eins, Katharina Krüger und deren Mutter Petra Notiz von der kleinen Lotta. Auch ihnen ist dank ihres fachmännischen Blickes nicht verborgen geblieben, dass Lotta noch keinen echten Sport-Rollstuhl besitzt. "Mit einem normalen Rollstuhl ist es vergleichsweise schwierig bis unmöglich, sich wendig und schnell auf dem Platz zu bewegen", so Katharina Krüger, aktuelle Nummer 19 der Weltrangliste in Damen-Einzel. "Wir haben noch einen kleinen Sport-Rollstuhl aus Katharinas Kinderzeiten herunstehen, den brauchen wir selbstverständlich nicht mehr. Gerne stellen wir diesen Stuhl bei nächster Gelegenheit der kleinen Lotta zur Verfügung", so Mutter Petra, die sich nicht nur was die Belange ihrer Tochter angeht engagiert, sondern auch das nationale Rollstuhl-Tennis im Allgemeinen unterstützt. Die Augen der kleinen Lotta wurden immer größer, das Herz schlug in diesem Moment um einiges höher - die nächste Tennisstunde kann kommen...

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Deutscher Rollstuhl-Tennis-Verband e.V. © 2010
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